Schottland Tag 2 – Von Newcastle nach Poolewe

Heute geht es mit dem Auto bis in den Norden Schottlands

[10.03.2017]

Ein harter Ritt, der war so nicht vorgesehen, eigentlich hatten wir das ganz anders geplant. Aber wie das mit der Arbeit und den Terminen so ist, wir mussten den Urlaub kürzen und daher beginnt unser Aufenthalt im Cottage in Poolewe bereits heute. Bis 20 Uhr sollten wir dort sein, denn unser Landlord ist schon etwas betagt und Abends nicht mehr so lange wach. Trotzdem fahren wir nicht über die Autobahn, sondern zur Grenze an die Scottish Borders, nach Coldstream über die A68.

In Coldstream fängt Schottland erst richtig an

Es ist 11 Uhr, Zeit für eine kleine Pause, inklusive Beine vertreten für Mensch und Hund. Wir streifen die Hauptstrasse entlang, finden dort die Bank, um einige Pfund abzuheben und beim Bäcker einzukaufen. Beim Schlendern um einige Ecken finden wir kleine mit Steinmauern begrenzte Gassen und schlängeln uns hindurch. Erstaunlich wie hier schon alles blüht!

Aber es kommt noch besser, hinter irgendeiner dieser Mauern plötzlich ein Panorama auf ein Flusstal unterhalb der Stadt. Das Bild, was ich als Beitragsbild ausgewählt habe.

Ein optimaler Platz für Blixa ein wenig rum zu laufen, in seinem Tempo eben. Und ich habe Zeit das Panorama zu genießen mit dem weiten Blick auf die entfernt liegenden Hügel des Northumberland National Park. Schön!

In einer Tour zügig bis Pitlochtry

Keine Seitenstrassen mehr, jetzt geht es auf dem schnellsten Weg Richtung Inverness. Vorbei an Edinburgh, über die spektakuläre Forth Bridge. Aber Moment, neben uns ist die neue Brücke fast fertig! Wie sie da an den Seilen hängt, spektakulär. Schade, anhalten ist hier unmöglich.

Wir sind auf der M90, aber es fehlen noch einige Meilen bis Pitlochtry, wo ich eine Teepause einlegen möchte. Teepause, eine Ausrede, denn ich möchte Whiskey kaufen und natürlich auch um mir und Blixa ein wenig Bewegung zu verschaffen. Immerhin steht uns noch ein langes Stück bevor. Genauer gesagt 159 Meilen, davon der größte Teil Landstrasse.

Ich Parke an der Blair Athol Destillery in Pitlochtry

Blixa muss draußen warten, aber er macht das so super, und ich halte mich auch nicht unnötig lange drinnen auf. Probieren ist eigentlich nicht möglich, dazu habe ich viel zu viel Hunger und ich entscheide meinen Einkauf mit der Nase. So einen blumigen, fruchtigen Geschmack habe ich noch nie bei einem Whiskey angetroffen . Einen Schluck dieses himmlischen Getränkes werde ich in den kommenden 2 Wochen jeden Abend genießen können. Es wird auch mein derzeitiger Lieblingswhiskey!

Ein Bummel durch Pitlochtry

Wir gehen zu Fuß in das Zentrum von Pitlochtry, ein typisches Touristen Städtchen mit den üblichen Geschäften mit immer denselben Souvenirs für die Touristen. Mir egal, ich will nur SCONES, SCONE, SCONES! Und eine warme Tasse Tee. Ein Café mit diesen typischen Englischen Kuchen mit Glasur und viel Pink und Türkis hat leider keine Sitzplätze draußen, aber ich kauf da schon einmal Scones und einen Kuchen für morgen. Gegenüber kann man draußen sitzen und das sah dann so aus:

 

Ein nerviger Holländer mit Gitarre

Setzt sich zu uns und will mir ein Lied singen, ich kann ihn daran hindern. Er will mich zu sich einladen, ich habe da meine Ausrede. Wir kommen aber aus der Nummer nicht raus, bis ich ihm hoch und heilig verspreche auf der Rückfahrt vorbeizuschauen. Der Mann lebt dort.

Die letzte Etappe nach Poolewe

Beim Abbiegen vom Parkplatz auf die Strasse vergesse ich doch tatsächlich auf welcher Seite man hier fährt! Autsch, gerade noch rechtzeitig bemerkt. Danach sage ich mir laut vor jeder Abbiegung aus einer Ausfahrt: “Man fährt hier Links!”. Weiter geht es nach Poolewe.

Kurz nach Inverness kommen wir endlich von der langweiligen Pseudo Autobahn runter und es geht auf der Landstrasse weiter. Es wird dämmrig und kurz darauf wird es dunkel. Von der Landschaft ist nichts zu sehen und ich heize etwas schnell für die Dunkelheit. Meile um Meile nähern wir uns dem Ziel, und kurz vor Gairloch auch noch Single Road, na super! Aber nur ein kurzes Stück, dann ist die Strasse wieder breiter und wir erreichen Poolewe. Aber wo ist das Cottage? Also Alexander anrufen und logo, zurück fahren. Er wartet schon am Zaun mit der Taschenlampe. Hier ist es dunkel, richtig dunkel!

Ich bin fix und foxy, Ich taumele noch immer durch die Kurven und bekomme kaum mit was Alexander mir über die Heizung, den Kamin und die Elektrik allgemein erzählt. Er merkt, dass ich hinüber bin und wir verabschieden uns bis zum nächsten Tag. Ich schnapp mir Blixa, wir gehen noch einmal kurz zur Strasse hoch und zurück, packe die Taschen aus dem Auto  und dann kippe ich auch schon ins Bett. Gute Nacht.

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