Tag 7 – Warum in die Ferne schweifen…

Gammeltag in Poolewe

[15.03.2017]

Heute Morgen hat mich Alex gefragt, warum wir jeden Tag unterwegs sind, und nicht ein wenig im Cottage ausruhen. Recht hat er. Warum in die Ferne schweifen…

Außerdem scheint die Sonne heute und die Bank vor dem Haus lädt zum Verweilen und Gammeln ein. Den Morgen Spaziergang am Fluss haben wir bereits gemacht, Blixa ist ausgelastet, und mein Buch zu Interessant um es beiseite zu legen.

Das Buch heißt treffend “Ein wenig Leben” von Hanya Yanagihara.

Inverewe Garden

Gegen Mittag  wird die Ferne mir aber wieder lieber.  Daher brechen wir auf zum Inverewe Garden in Poolewe. Der nördlichste Botanischer Garten, ich glaube überhaupt. Angewärmt vom Golfstrom. Jetzt in der Vorsaison kann man einfach so reinspaziere, leider nicht mit Hund. Was nun? Ich packe Blixa schweren Herzens ins Auto und gönne mir eine halbe Stunde im Garten und mache mich auf die Suche nach den Bäumen aus aller Welt, teilweise uralt. Es waren die Mac Kenzies, die den Garten angelegt haben, irgendwann hat es der Trust for Scotland übernommen. Das Handy hatte ich natürlich im Auto vergessen, aber mal ganz ehrlich. Das ist kaum zu beschreiben, man muss es gesehen haben.

Poolewe Woodland Walks 3 km

Ich habe mir 2 Büchlein in Miniformat zugelegt. Walks Wester Ross Northern Area, und Walks Wester Ross Southern Area.  Beide aus dem Halleweg Verlag. Die Büchlein sind echt spitze, mit Wanderungen von 1 bis 20 km.

Der Startpunkt für den Woodland Walk beginnt direkt gegenüber vom  Inverewe Garden. Wir gehen ein Stück die Strasse zurück, biegen dann nach links ab, gehen  an 1-2 Häusern vorbei, wieder links abbiegen, an einer Wiese entlang, und dann geht es schon einen schmalen Pfad hoch durch den dichten Wald. An einer Gabelung hat man die Option geradeaus den kurzen Weg, oder weiter nach Oben den längeren Weg zu gehen. Wir gehen den längeren Weg, ich bin neugierig, und Blixa klettert mit Freunde über die Wurzeln. Kraxelpfade jeder Art mag er besonders, genau wie ich.

Wir erreichen den höchsten Punkt der Wanderung und Rechts habe ich freien Blick auf die Hocheben. Unter uns die Bäume. Nein, ich habe das Handy im Auto liegen gelassen!

Wortbilder

Wir gehen weiter, der Wald ist sehr urwaldig, Bäume liegen umgefallen herum und vermodern in morastigem Untergrund. Überall wo der Himmel sichtbar wird wachsen neue Bäumchen. Hier war kein Förster am Werk, sondern die Natur. Wild, Schön, Wald.

back on the Woodlands Walk

Ratzefatze sind wir wieder an der Strasse angelangt und gehen zurück zum Parkplatz. Ich hole mein Handy und wir gehen nochmal den Weg gegen den Uhrzeigersinn.  Es fängt leicht an zu nieseln, was unser Vergnügen nicht schmälert, nur die Fotoausbeute, ein einziges halbwegs brauchbares Foto!

Weiterlesen?

Ja, Mein Buch habe ich am Abend beendet. Aber nicht ohne das obligatorische Bad und einem abendliches Glas Whiskey!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.