Tag 9 – Von Melvaig zum Rubha Reidh Lighthouse

Die Wolken hängen tief in Wester Ross

[17.03.2017]

Also gammeln wir nach unserem Spaziergang am River Ewe ein wenig vor dem warmen Kamin .
Für den Nachmittag habe ich einen Spaziergang von Melvaig zum Rubha Reid Lighthouse geplant, also immer mit der Ruhe. Ich stricke ein wenig, um am Dienstag beim Stricker Treffen etwas vorzeigen zu können.

Die Fahrt von Gairloch nach Melvaig

Dauerte länger als erwartet, na klar, Single Road. Ich fahre um Hügel drumherum und immer wieder von der Küste weg ein Stück in das Landesinnere hinein. Wer fährt hier schon auf schnurgeraden Strassen!
Die Wolken hängen tief, wir kommen durch kleine Ansiedlungen und an einzelnen Häusern vorbei. Nach unzähligen Kurven landen wir in Melvaig und ich parke das Auto. Der Weg, eine schmale Single Road ist für PKW’s gesperrt. Später treffen wir auf Strassenarbeiter mit ihren Fahrzeugen die  hier ackern. Bis zum Saisonanfang soll alles repariert sein.

Die Strasse zum Rubha Reidh ist asphaltiert

Ein typische Single Road. Wir gehen oberhalb der Klippen, treffen immer wieder auf Schafe, vereinzelt oder in Gruppen, Blixa muss an die Leine, aber das macht ihm nichts aus, er trottet und trottet gemächlich mit mir die Strasse entlang. Bei jedem Schaf freut er sich einen Kullerkecks und würde am Liebsten mit ihnen spielen. Doch da machen die Schafe nicht mit und nehmen Flucht auf, verstecken sich hinter den niedrigen Grasbüscheln.

Der Blick über das Meer

Ist trotz des Nieselwetters sehr gut. In der Ferne sieht man Inseln oder andere Landzungen, wer weis das schon. Als wir einen der Strassenarbeiter treffen und ein Pläuschchen halten, frage ich ihn ob er das weis. Er ist aus Aultbea und kennt die Küste hier nicht. Mann!, Das ist nur ein paar Meilen nördlich von hier! Aber die Küste ist so zerfurcht, Bucht und Landzunge folgen ständig aufeinander. Unzählige Inseln liegen vor der Küste, wer kann sich da schon auskennen! Ich auf jeden Fall blick nicht durch, es bleibt mir die blauen Streifen am Horizont anzustarren.

Bis zum Rubha Reidh Leuchtturm schaffen wir es nicht

Insgesamt 13 km sind sowieso zu viel für Blixa. Der Strassenarbeiter meinte wir sind ungefähr auf halber Strecke, das ist genug. Wir gehen zurück, ich immer mit den Augen auf dem Wasser. Kein Wal? Keine Fontäne? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Kein Glück heute.

Eine warme Schokolade zum Aufwärmen und ein Brownie

In Gairloch gehen wir noch in ein echt nettes Kaffee mit angeschlossenem Buchladen. Mountain Coffee Gairloch. Gemütliche Sofas, wild durcheinander gewürfelter Stil, nette Bedienung, viele Bücher, guter Kakao, sauleckerer Brownie.

 

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