Tag 17 – Über Culloden Moor nach Dunkeld

Culloden Moore war fest in der Planung

[24.03.2017]

Wir verabschieden uns von Alex und ich fahre mit Steinen im Herzen los. Auf der anderen Seite bin ich sowas von froh, dass es Blixa besser geht, und teste seinen aktuellen Zustand im Flowerdale Tal aus, wo ich für einen letzten Morgenspaziergang in Wester Ross anhalte.

Wir fahren diesmal bei Tageslicht die Strasse zurück nach Inverness. Am Loch Maree entlang, wir kommen an der Abbiegung nach Torridon vorbei, auf den Pass, und kommen an der Abbiegung zum Loch Carron vorbei, und fahren weiter.

Ein Besuch im Culloden Moor

Das hatte ich schon bei meinem letzten Besuch 2013 vorgesehen, aber damals zeitlich nicht geschafft. Die Geschichte Schottlands hat mich immer schon fasziniert und angezogen, besonders die Geschichte um den Jakobitenaufstand. Außerdem hatte ich von einer Freundin den Auftrag  ein Foto vom Stein des Fraser Clans zu machen. Outlander Fan, ja ich auch, denn die Bücher waren für viele Sommer meine leichte Lektüre im Garten.

Auf dem Culloden Battlefield

Was soll ich sagen, vom Moor ist heute nicht mehr viel zu sehen auf der Hochebene wo der Wind pfeift. Der Boden ist trocken von der jahrelangen landwirtschaftlichen Kultivierung. Man kann sich vielleicht als Moor Wanderer vorstellen wie das hier einmal ausgesehen haben muss. Schlamm und Dreck und Kniehoch im Wasser, es war damals Frühling.

Nur ein Teil des gesamten Schlachtfelds ist heute ein begehbares Museum, Die Engländer und der Krone treue Clans waren oben und die Rebellen kamen von unten. Keine Wahnsinns Steigung, aber ich stell mir vor, wie schwer das gewesen sein muss von bergauf im Moor zu kämpfen. Am Morgen hatten die sicher auch die Sonne im Gesicht. So viele Tote! Ein echtes Gemetzel.

Es ist ein schweigsamer Ort. Tafeln und Fahnen zeigen die Kampflinien. Es erscheint so flach, aber tatsächlich kamen die Rebellen aus dem unteren Teil auf die Ebene, und genau da, wo die leichte Steigung in die Ebene übergeht, da war die Kampflinie. Geschichten über Geschütze, denen die Jakobiter ausgeliefert waren. Geschichten über die Kampftechnik der Schotten, wie sie mit Schild und Schwert losstürmen, aber im Nahkampf das Messer benutzten. Die Bajonette, die von Oben zustecken konnten. Absolut Grausam wie Menschen so aufeinander los gehen können, Ich werde Krieg nie verstehen.

Die Clan Steine hat ein Farmer Jahre später auf die Massengräber gestellt. Da geht man an diesen Steinen vorbei und liest die Namen und denkt, was für ein Irrsinn! Jeder Krieg ist Irrsinn.

Und jetzt für alle Outlander Fans der Fraser Stein. Man beachte die Schottische Diestel, die Blumen und die kleinen Steine auf dem großen Stein. Übrigens so vorgefunden, die Deko stammt nicht von mir.

Viel Dragonfly in Amber

Auch im typischen Souvenir Laden im Memorial Gebäude. Ich kaufe mir ein kleines Heft mit Geschichtlichen Informationen zu Culloden Moor. Später am Abend lese ich es bei Kerzenschein im kalten Zelt.

Richtung Cairngorm einen Platz zum Schlafen finden

Ich verlasse mit etwas Schwermut den Kampfplatz und es geht auf der A9 Richtung Süden. Plan ist irgendwo in der Nähe von Pitlochtry einen Campingplatz zu finden. Eine Vollsperrung der Strasse führt uns ungewollter weise durch Aviemore, es ist Samstag. Meine Güte wie viele Menschen, und alle sitzen an diesem Samstag bei dem schönen Wetter draußen vor den Cafés. Nichts wie weg.

Wir lassen Pitlochtry hinter uns liegen und ich biege in Dunkeld ab, um Richtung Grieff nach einem Campingplatz Ausschau zu halten. Direkt an der Abbiegung von der A9 sehen ich ein Schild: Campinplatz. Was für ein Zufall! Der Platz ist eine ehemalige Farm mit Namen Invermill Farm Caravan Park, und es gibt ein Plätzchen direkt am Wasser.

Ein Abendbummel durch Dunkeld

Auf der anderen Seite des Tay liegt das Städtchen Dunkeld, und an dem Abend waren die Plätze vor den Kneipen voll. Nur in den Seitenstrassen war es still und wir sind durch alle möglichen Winkel und Gassen gegangen.

Blixa ist den ganzen Tag gut drauf, keine Anzeichen mehr von der Quälerei der letzten Nacht. Er läuft und schnuppert mir mir durch das Städtchen, am Tay entlang und durch den kleinen Park.  Auf Kochen habe ich heute keine Lust mehr, es gibt Fish and Chips am River Tay.

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