Rundwanderung um Raeren drumrum

Wir haben Zuwachs bekommen und Testen das Wandern mit 2 Hunden

[Rundweg 8 km, leicht]

Am Sonntag haben wir unser Zelt auf dem Campingplatz Wesertal verlassen und sind für 2 Tage nach Hause gefahren, da ich am Montag Arbeiten musste. Und da kam Iris bei uns an, ein Notfall aus dem Tierschutz, auch eine kleine Rumänin. Die Familie, aus der sie dringend raus musste nannte sie Fibi, und das tun wir auch, der Name passt, Iris ist einfach nur blöd!
Am Dienstag ging es mit einem Tag Verspätung zurück nach Belgien.

Campen mit 2 Hunden, geht das gut?

Es hat super geklappt, Fibi folgte Mozart ins Zelt, als hätte sie niemals etwas anderes gemacht. Ach ja, und das Zelt stand noch immer an unserem Lieblingsplatz in der hintersten Ecke direkt an der Weser. Weil regnerisches  Wetter angesagt war, habe ich mein Tarp mitgebracht und zwischen den Bäumen aufgespannt. Am nächsten Tag sollte es sich als optimal erweisen, denn ich konnte noch lange draußen auf meinem super Helinox Stuhl sitzen und im strömenden Regen und bei heißem Tee mein Buch zu Ende lesen.

Eine Keine Wanderung, die man abbrechen könnte

Zur Vorsicht habe ich mir eine Wanderung um Raeren ausgesucht, denn Fibi ist noch nicht zu 100% Leinentauglich. Sie wirft sich alle paar Meter gerne auf den Rücken und ich weis nicht wie lange meine Nerven das aushalten mit 2 unkoordinierten Hunden rum zu laufen.

Also ab nach Raeren in die Wiesen

So sagt es jedenfalls der Tourenplaner der Tourismusagentur Ostbelgien. Übrigens eine super Webseite, auf der man alles zum Wandern und Radfahren finden kann. Ich habe zusätzlich das kleine Büchlein für Unterwegs.

Wir starten an der Burg Raeren

Das auch ein Töpferei Museum beherbergt. Einmal im Jahr wird auch ein großer Töpferei Markt veranstaltet, mit Töpfern aus ganz Europe. Ich war letztes Jahr hier und habe eine perfekte Schüssel für mein Obst gekauft.

Hinter der Burg beginnt der eigentliche Weg, und fängst richtig romantisch an. Entlang einem Bächlein, zwischen Wiesen und Hecken. Wir kreuzen so einige Kuhweiden, aber die Kühe bleiben friedlich, auch wenn es mir persönlich leicht unheimlich vorkommt. Dabei hab ich mehr Schiss um die Hunde, als um mich selber. Drehkreuze trennen Abschnitt von Abschnitt, bis wir am Krankenhaus oder Altersheim, oder einer Kombination von beidem vorbeikommen. Eine Baustelle versperrt uns den Weg. Wir irren herum, finden keinen Weg drumherum, und ich entschließe mich den Weg über die Strasse zum nächsten Kreuzungspunkt des Weges zu nehmen. Das mit den Hunden an der Leine klappt erstaunlich gut, Fibi schmeißt sich auch überhaupt nicht auf den Rücken, super!

Fotos machen hab ich voll vergessen

Vor lauter Konzentration auf die Hunde und den Weg, habe ich kaum Fotos gemacht. Nur auf den Rastplätzen von den Hunden, wie blöd! War wahrscheinlich zu viel Tripple Tasking für mich.

 

Der Bahnhof von Raeren

Nachdem wir den Wanderweg wieder gefunden haben geht es direkt zum Bahnhof von Raeren hoch, oder besser gesagt zum Stellwerk. Irgendetwas geht da ab, ich sehe Catering und vereinzelte Trailer und Wohnmobile. Der Zugang ist mit einem Band gesperrt. Sowas hindert mich nicht, aber schon kommt ein Typ an und hält mich auf. Meine Ahnung, Filmaufnahmen. Also bin ich freundlich und erkläre ihm, dass wir nur den Wanderweg verfolgen und zügig das Gelände durchschreiten und wieder verlassen werden. Er geht darauf ein. Und wir sehen einen Elefanten! Was dort wohl gedreht wurde?

Entlang der Gleise

Wenige hundert Meter gehen wir entlang der Gleise und sehen auf der anderen Seite einige Fahrradfahrer. Das muss der Vennbahn Radweg von Aachen nach Luxemburg sein. Ganze Familien sind dort mit Rad und Gepäck unterwegs.
Neben einem Parkplatz laden mich die Baumstämme auf eine Rast ein, und mein kleiner Mozart muss ja sowieso eine Pause machen. Ein alter Waggon steht malerisch hinter uns und es ist Zeit für ein paar Fotos und Wasser für die Hunde.

Aber von wegen Rast, es wird erst einmal eine Runde getobt und gespielt.

Entlang dem Staatswald Oberweser und Blick auf Raeren

Wieder keine Fotos gemacht, es ist zum Heulen. Aber das Wetter ist auch nicht so Foto freundlich, zu viel grau! Dabei ist der enge Trampelpfad recht schön. Immer wieder gibt es schöne Ausblicke. Hinter uns hat sich eine Familie mit Fahrrädern verirrt, oder besser gesagt der Vater Anführer scheucht seine Leute mit beladenen Rädern den Waldweg hinunter. Sie schaffen es erst uns zu überholen, Stürze inbegriffen, als wir unten in Neudorf ankommen.

Neudorf Raeren

Kommt uns gar nicht so neu vor, wir sehen blühende Gärten und so manches alte Steinhaus, bis der Weg wieder in Wiesen übergeht und wir zwischen Hecken und Weiden den Stadtteil von Raeren umrunden. Ein Begleitflüsschen inbegriffen.

Zurück im eigentlichen Raeren treffen wir auf einer Pferdewiese was? Natürlich Pferde. Die Tiere machen sich miteinander bekannt.

Rastplatz bei einer Kirche in Raeren

Kurz bevor wir wieder bei der Burg ankommen lädt uns ein kleiner Rastplatz in einem Park bei der Kirche zur Rast ein. Wir machen nette Bekanntschaften mit anderen Hundebesitzern und eine Gruppe Senioren Spaziergängern, die an uns vorbei kommen. Die Sonne ist auch für eine kurze Weile herausgekommen, also genießen.

Insgesamt eine abwechslungsreiche Rundtour, genau die richtige Lauflänge für mich mit den beiden Hunden, denn das jonglieren mit den Leinen ist wie ein zusätzliches Training für Schultern und Arme. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Der gut bepackte Rucksack mit ca. 5 kg war bei der ganzen Aktion manchmal sehr hinderlich, daran müssen wir noch üben.

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