Sauerländer Waldroute Etappe 2 durch den Balver Wald

Waldroute Etappe 2: Variante von Stephanopel nach Balve

[Wanderung ca. 13 km, mittel] [ca. 360 Höhenmeter ] [04.11.2017]

Am Sonntag soll das Wetter regnerisch werden, am Samstag sonnig. Daher fiel die Entscheidung nicht schwer die nächste Etappe am Samstag zu gehen.  Es gibt eine kleine Routenänderung, da ich das Teilstück von Brockhausen und dann an der Hönne entlang bis Volkringhausen regelmäßig wandere. Wir werden am Eingang zum Balver Wald den Iserlohner Weg Richtung Balve gehen. Danach sozusagen zurück über den Höhweg (Waldroute als Variante ausgezeichnet) und dann endgültig nach Balve über den Wanderweg A0.

Startpunkt Stephanopel Wanderparkplatz Ispei

Meine Tochter bring uns mit dem Auto zum Startpunkt, den wir um 9:30 erreichen. Sie wird mich mit ihren beiden Hunden ein Stück des Weges begleiten.

Der mit Herbstlaub bedeckte Weg führt ein Stück oberhalb der Strasse entlang und biegt nach einigen hundert Metern in ein Seitental ab. Die Luft ist klar, es riecht nach Herbst. Nach 30 Minuten verabschiede ich mich von meiner Familie und Mozart und ich gehen allein weiter.

Wir kreuzen einen Bach und betreten das Ende des Tals.

Jetzt geht es steil bergauf, zum Glück nicht schnurgerade, aber endlos lang. Ich muss die Jacke ausziehen, obwohl der Himmel wieder bewölkt und die Sonne nicht sichtbar ist. Der wunderschöne Blick zurück geht über das Stephanopler Tal entschädigt die erarbeiteten Höhenmeter.

Es sieht so aus als wären wir endlich oben angelangt, als die Waldroute Rechts von der „Strasse“ abbiegt. Endlich Waldboden. Aber nein, es geht weiter bergauf, allerdings gemäßigter als vorher. Wir passieren die Waldrouten Variante, denn ich möchte zuerst über den Iserlohner Weg gehen. Etwas später hängt an einem Baum ein Wanderschild vom SGV: Plackweg. Ja, es war eine Plackerei hier hinauf zu kommen!

Der Iserlohner Weg nach Balve

Wir erreichen die Waldkreuzung auf 520 Höhenmetern. Hier steht wieder eine Tafel mit einer Waldrouten Geschichten. Heute im Programm: „Im Balver Wald Sühne.“
Diesmal gibt es ein Foto!

Wir biegen nach Süd/Osten ab und gehen jetzt auf dem Christine-Koch-Weg und kommen nach ein paar Metern an einer Schutzhütte vorbei. Das Schild zum Christine Koch Weg ist leider nicht zu erkennen, man beachte aber den Flaschenöffner. 

Ich wollte mir unbedingt den Zustand der Unterstände anschauen. Es kann ja sein, dass ich in Zukunft in so etwas übernachten muss. Besonders einladend ist es nicht, aber mit ein paar Kerzen machbar. Direkt neben der Hüte liegt noch verkohltes Holz, hier hat vor nicht allzu langer Zeit jemand ein Lagerfeuer gemacht.

Was habe von diesem Christine Koch Weg erwartet? Alles, nur keine breite Schotterstrasse! Mozart mag die dicken, spitzen Steine auch nicht.  Wenn man allerdings nicht auf den Weg achtet, dann ist der Blick endlos und dieser Ausblick entschädigt das Gemüt vollständig. Auf jeden Fall meins.

Hier scheint Kyrill gewütet zu haben. Neben neuen Tannenbaum Schonungen hat man zum Glück immer wieder Bruchgebiete sich selber überlassen. Und ich glaube nicht, dass man vor Kyrill einen so guten Weitblick gehabt hat. Neben den freien Flächen wachsen immer wieder die hohe, schlanke Bäume aus den steilen Abhängen in die Höhe.

Ab dem Iserlohner Spring (was auch immer das bedeuten soll), geht es ständig bergab. Links und Rechts Wald.

Kurz vor Balve gehen wir wieder zurück bergauf

Das Schild zeigt die Variante der Waldroute. Auf der Karte als Höhweg eingetragen, auf einem Holzschild als Stephanopler Höhenweg bezeichnet. Es geht wieder bergauf, was auch sonst. Jemand hat fleißig Holz gespalten, es riecht einfach holzig, super, und dazu der Blick hinunter nach?
Balve liegt weiter Rechts.

DIe Ausblick Plattform

Wir erreichen die Aussicht Plattform und treffen dort 2 junge Mountainbiker an, die so nett waren das große Beitragsbild von mir und Mozart vor dem  Wahnsinns Panorama zu knipsen.

Man sieht über Garbeck hinweg Richtung Neuenrade, leider gerade jetzt etwas diesig in der Ferne. Oder zum Glück, denn gegen die Sonne fotografieren wäre nicht Optimal. Wir sind hier etwa bei 520 Höhenmetern.

Wir sitzen auf dem Aussichtsturm für eine Sausen Zeit. Es ist sehr windig hier oben über dem Sauerland und ich muss mir die Jacke anziehen, denn beim Aufstieg hab ich ziemlich in der Sonne geschwitzt.

Mozart bekommt sein Wasser und eine Portion Leckerli aus dem Beutel, fühl sich aber durch die Nähe der Biker stark verunsichert.  Der Schisser!

Wir verlassen die Plattform und die freundlichen Biker mit einem Blick zurück und gehen den Rest des Höhwegs, biegen Links ab und steil geht es hinunter zum Weg mit der Beschilderung A0, dem wir bis Balve folgen.

Endstation Balve

Es ist ca. 1 Uhr und die Sonne hat sich endgültig durchgesetzt. Die Farben werden kräftiger und der Balver Wald zeigt sich in seiner ganzen Schönheit.

Um 2:10 geht der Zug ab Balve in Richtung Menden, also gehen wir zügig hinunter in das Tal. Als wir aus dem Wald heraus kommen erwarten uns weite Wiesen und schmale Feldwege bis zu den ersten Häusern. So hatte ich Balve noch nie gesehen.

Wir erreichen den Bahnhof gerade rechtzeitig. Wieder eine schöne Wanderung in meinem unbekannten Sauerland. Die Idee die Route zu gehen begeistert mich immer mehr. Wie viel habe ich schon entdeckt? Wie anders sehe ich die Entfernungen heute! Wie viele Täler und Höhen hatte ich nie zuvor gesehen!

 

 

 

 

 

 

 

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