Etappe 3 – Von Binolen nach Amecke am Sorpesee

Waldroute Etappe 3: Geburtstags Spaziergang zum Sorpesee

[Wanderung ca. 15 km, mittel] [ca. 300 Höhenmeter ] [22.11.2017]

Es hat ein wenig gedauert bis ich endlich die nächste Etappe zum Sorpesee starten konnte. Schuld war auch mein Fuß, der nach ein paar Kilometern immer heftig geschmerzt hat. Meine sachkundige Freundin hat mir ein paar Übungen beigebracht zur Stärkung des Unterfußes. Die ersten Tage gab das richtig Muskelkater, doch es scheint zu wirken. Vielleicht schreibe ich später einen extra Beitrag zu diesem Thema.

Happy Birthday! Hurra, Mozart hat heute seinen ersten Geburtstag!

Egal in welchem Bundesland Feiertag ist, ich hab da immer frei. Und, das Wetter soll schön werden. Drei Gründe die nächste Etappe anzugehen. Plan ist von Volkringhausen bis Sundern über den  Sorpesee zu gehen. Zwei Stunden musste ich am Morgen noch Arbeiten, aber als ich um 10 Uhr meinen Rucksack vor die Tür gestellt habe, kapierte Mozart was ansteht und flitze wie der geölte Blitz im Garten hin und her – natürlich vor lauter Freude.

Die Hönnetal Bahn nach Neuenrade

Um 10:16 saßen wir im Zug, der Bahnhof ist nur 5 Minuten von meinem Haus entfernt. Das mit dem Zug fahren klappt schon ganz gut, nur auf dem Bahnsteig mit den vielen fremden Menschen, das ist noch unheimlich für Mozart.
Plan war in Volkringhausen auszusteigen, aber extrem kurz Entschlossen sind wir schon in Binolen raus. Der Weg von hier nach Volkringhausen an der Hönne entlang ist einfach zu schön. Außerdem wollte ich nicht wieder direkt einen Berg rauf, sondern erst mal gemütlich ein paar Kilometer waagerecht durch die Landschaft streifen.

In Volkringhausen war der Himmel noch bedeckt

Jetzt beginnt ein Wegabschnitt, den ich noch nicht kannte. Er führt westlich an Volkringhausen vorbei, und haste nicht gesehen waren wir auch schon in Sanssouci. Ich hab mich immer gefragt wie die 3 Häuser an den Namen gekommen sind!
Wir müssen die Strasse überqueren und kurz oberhalb des Bahnhofs (ja, hier gibt es sogar eine Haltestelle) geht ein Pfad hoch in den Wald bis wir die Hochebene bei Beckum erreichen.

Beckum die bekannte Unbekannte

Wie oft bin ich schon mit dem Auto hier entlang zum Sorpesee gefahren und habe niemals angehalten. Jetzt geht es rechter Hand am Dörfchen vorbei. Eine krasse Baumkonstruktion muss abgelichtet werden.

Bis wir auf die Strasse am Sportplatz kommen und meiner Rennstrecke für einige hundert Meter folgen.

Richtung Mellen, aber nicht hindurch

Ein Pfad biegt in den Wald ab und ein Schild warnt uns vor dem Fuchs Bandwurm. Fragt sich nur für welches Gebiet genau? Ab hier, aber bis wo?

Es ist feucht und schlammig, ein paar Mal bin ich fast ausgerutscht, aber Mozart ist in seinem Element, am Liebsten würde er jetzt mit mir spielen und rum flitzen. Wer Geburtstag hat darf das, also wird eine Runde getobt.

Ein Glücklicher Geburtstags Hund

Und ich auch!

Mellen lassen wir links liegen

Wir überqueren wieder meine Rennstrecke, tapsen über eine feuchte Wiese, und umrunden Mellen zuerst am Waldrand und dann im Wald. Zeit für eine kleine Futter Pause an einem neu angelegten Waldstück. Keine Tannen!

Noch einmal geht es über meine Rennstrecke und es sind nur noch wenige Meter bis zum Sorpesee. Doch wir wandern oberhalb der Talsperre Richtung Amecke zum kleinen Staubecken. Was jetzt kommt habe ich befürchtet. Kieswege und Tannen. Ätzend. Ich mochte die Wanderwege um die Sorpe noch nie, das ändert sich auch heute nicht. Auch die schöne Aussicht an sehr wenigen Stellen kann das nicht Ändern.

Eine Abwechslung, die Geschichte vom Weltenhund

Die Tafel erklärt die Geschichte, die wohl auf eine alte Vorgehensweise mit Jagdhunden zu tun hat. Jagen durften die nicht, deshalb hat man den Hunden Knüppel umgehängt, so dass sie kaum laufen konnten.

Danach folgt noch endloser Kiesweg, ich mags nicht, Mozart mags nicht. Also sind wir froh, als der Weg bergab Richtung Amecke geht. Und die Sonne macht den Himmel immer blauer, und die Blätter immer bunter.

Am Sorpesee

Erwarten uns Urlaubsgefühle. Rafdfahrer und Spaziergänger sind unterwegs oder sitzen auf den Bänken in der Sonne. 99% Rentner.

Gehen wir noch Bis Sundern?

Nein, es ist schon zu spät, es ist 14:30 und die Sonne geht jetzt schon kurz nach 16 Uhr unter. Ich möchte nicht im Dunkeln durch den Wald tapsen. Es sind zwar nur noch 7-8 km, aber Mozart braucht eine Pause, und das schöne Wetter ruft zum Verweilen. Also schlendern wir am kleinen Staubecken Richtung Amecke und treffen auf eine Überraschung.

Sonne tanken am Wasser im November

Am Ufer wurde ein schöner Weg angelegt, mit Bänken und Wasserspielen. Und einer Imbissbude mit Sand und Liegestühlen!

Eine Tasse Tee, einmal Pommes. Mozart bekommt Wasser, eine Schaufel Futter aus dem Beutel und darf eine Runde im Sand spielen.

Das Ding heißt AIR-Lebnisweg und ist wirklich schön gemacht. Ein Spaziergang um das kleine Becken wäre ein Plan für eine Runde mit Enkelkind.

Der lange Weg zurück

Irgendwie müssen wir noch nach Hause, und es fährt O Wunder um 16 Uhr ein Schulbus nach Balve. Mozart hat das prima gemacht, auch wenn das Gekreische kaum auszuhalten war. Der Bus war picke packe Voll und hat gefühlt jeden Schüler persönlich vor der Haustüre abgesetzt. Naja, es ist ja auch schon Dunkel! In Balve haben wir noch fast eine Stunde Zeit bis der Zug nach Fröndenberg abfährt. Glück, das Cafe einer Bäckerei hat kein Problem mit Hund, Jubel!

In Menden steigen wir eine Station vor dem Hauptbahnhof aus, weil ich im Supermarkt noch einkaufen muss. Also noch ein kleiner Abschluss Spaziergang durch die dunklen Strassen.

Was für ein wundervoller Tag, spontan und bis auf die Kieswege und Tannen super. Mozart hat sich nach dem Futtern direkt in die waagerechte Abgelegt und pennt und träumt vom Wald und den vielen Gerüchen wilder Tiere.

 

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