Diemelsteig Tag 3- Rhenequelle bis Wanderparkplatz am Dommel

Diemelsteig im Regen

Singing in the rain

[Wanderung 15,9 km, mittel] [340 Höhenmeter] [27.05.2021]

Der letzte Morgen, die letzte Ertappe auf dem Diemelsteig, es regnet. Melodisch trommeln die Tropfen leise auf mein Zelt, das Licht ist gedämpft. Das orange farbige Innenzelte macht die Welt wärmer und freundlicher, auch wenn es draußen nass und bläulich ist. Gefühlte Farblehre!

Raus aus dem warmen Schlafsack, im Zelt alles verstauen, in den Rucksack stopfen und schnell raus und zur Schutzhütte laufen. Zurück zum Zelt und wie immer von innen nach außen abbauen, ausschütteln, um etwas von der Feuchtigkeit rauszubekommen und schnell einrollen und verstauen, denn genau jetzt wird der Regen stärker.

Eine Schutzhütte am Platz ist echt Luxus, und so sitze ich dort noch eine Weile mit dem Kaffee-Pott in der Hand und schaue die Naturfilm Dokumentation „Ein Morgen im Nebel auf regennasser Lichtung“ an. Außerdem muss mein Handy wenigstens ein bisschen laden, denn das hatte ich gestern vergessen und der Akku ist fast leer.

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Diemelsteig Tag 2 – Wirmighausen bis Trekkingplatz Rhenequelle bei Schweinsbühl

Die Resonanz des Waldes

[Wanderung 17,8 km, mittel] [430 Höhenmeter] [26.05.2021]

Vereinzelte Tropfen fallen unregelmäßig auf mein Zelt, begleitet vom morgendlichen Singkonzert der Vögel. Wie können sie nur all diese unterschiedlichen Töne voneinander unterscheiden? Ich nicht! Diffuses Licht im Zelt signalisiert einen wolkenverhangenen Himmel. So beginnt mein Tag, der den Trekkingplatz-Rhenequelle-bei-Schweinsbühl zum Ziel hat.

Wieder schnell das Zelt abbauen, falls der Himmel sich dazu entschließt erneut Feuchtigkeit zu versprühen. Alles ist nass, es hat auch in der Nacht geregnet, davon habe ich aber nichts mitbekommen. Nachdem alles abgebaut ist, stelle ich meinen Rucksack zur Vorsicht in die Komposttoilette und es gibt Frühstück mit Tüten-Cappuccino und einem kalorienreichen Porridge. Mozart wartet schon auf den Aufbruch, und so ziehen wir los in diesen frühen Morgen.

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Diemelsteig Tag 1 – Schutzhütte Strombruch bis Trekkingplatz Waldkante bei Wirmighausen

Diemelsee

Diemelsteig und Diemelsee und Aprilwetter

[Wanderung 24,7 km, schwer] [330 Höhenmeter] [25.05.2021]

Der Tag beginnt mit Sonnenschein auf nassem Holz zwischen feuchten Wiesen. Der Blick über die mit weißen Wolken bedeckte Landschaft im Dunst der wärmenden Sonne ist grandios. Was für eine gute Entscheidung zurückgekehrt zu sein. Wir sind jetzt auf dem Diemelsteig und die Landschaft ist weicher geworden. Runde Anhöhen zwischen Wiesen und Wäldern. Heute geht es bis zum Trekkingplatz-Waldkante-bei-Wirmighausen.

Dunkle Wolken von hinten mahnen mich zum flotten Abbau, und schon geht der Regen wieder los, gerade rechtzeitig erreichen wir mit dem Gepäck die schützende Hütte. Es ist noch kühler geworden, eindeutig! Der Kaffee wird schnell kalt, sogar mein Porridge ist vor dem Verzehr abgekühlt. Ein paar Leckerli für Mozart, der mal wieder nicht aus seinem Napf trinken mag und wir ziehen los, hinunter zwischen den Wiesen. Immer wieder schaue ich zurück zum Waldrand und zu dem Trekkingplatz, der noch lange sichtbar dort oben thront.

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Uplandsteig Tag 4 – Willingen bis Trekkingplatz Schutzhütte Strombruch

Mentales Auf und Ab und eine Entscheidung

[Wanderung 23,0 km, schwer] [470 Höhenmeter] [24.05.2021]

Wärmende Strahlen dringen durch meine Zeltwand und fordern zum Aufstehen auf. Durch die Tannen, die zwischen uns und der verlassenen Sommerrodelbahn stehen, dringen vereinzelte Sonnenstrahlen bis zu uns vor. Es ist kalt, also ist Bewegung angesagt. Das Zelt ist trocken und wird als Erstes abgebaut und verpackt, somit ist das erledigt und mir warm genug für das schnelle Frühstück. Heute geht es für Ju bis zum Wanderparkplatz am Dommel, wo unsere Autos stehen. Für mich geht es danach weiter bis zum Trekkingplatz-Schutzhütte-Strombruch.

Während ich noch mein Porridge verspeise, steht Ju schon in der Sonne und wartet auf den Aufbruch. Das kommt davon, wenn man mit jemandem unterwegs ist, der am Morgen nur einen Kaffee trinkt. Auch Mozart muss noch gesattelt werden und dann ziehen wir die Piste hinunter nach Willingen. Ein kleines Stück vom Uplandsteig haben wir so ausgelassen, aber egal, so genau nehmen wir die Streckenführung nicht. „Uplandsteig Tag 4 – Willingen bis Trekkingplatz Schutzhütte Strombruch“ weiterlesen

Uplandsteig Tag 3 – Usseln bis Trekkingplatz-Ritzhagen-Willingen

Zur Belohnung ein wunderschöner Wandertag

[Wanderung 23,0 km, schwer] [470 Höhenmeter] [23.05.2021]

Am Morgen ist es draußen immer noch so ungemütlich wie am Abend zuvor. Ich öffne meinen Quilt, nun habe ich eine Decke und ziehe Mozart unter die warmen Daunen. So zusammen gekuschelt schlafe ich noch einmal ein. Judith geht es anscheinend genauso. Um 8:30 Uhr sind wir endlich wach, es regnet noch immer. Kein Pardon, heute steht eine waldreiche, lange Etappe bis zum Trekkingplatz-Ritzhagen-Willingen an.

Ich packe meinen Rucksack, deponiere Mozart draußen vor der Komposttoilette und baue das in Innenzelt ab. Judith nutzt wieder die Toilette,  um ihren Rucksack vor dem Regen zu schützen, meiner liegt unter dem Außenzelt und bekommt sein Raincover verpasst. Danach landet auch mein Außenzelt in wenigen Minuten in seinem separaten Packsack. Der Abbau bei Judith funktioniert ähnlich, nur hat sie mehr gefummelt mit dem Schnüren. Ich sage nur Schere!
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Uplandsteig Tag 2 – Eimelrod bis Trekkingplatz-Büller-Höhe

Ein windiger, regnerischer Tag mit Lichtblicken

[Wanderung 17,8 km, mittel] [400 Höhenmeter] [22.05.2021]

Der neue Tag beginnt wolkenverhangenen, windig, es nieselt leicht, es ist sehr kalt. Kein Wunder, wir sind hier auf ungefähr 600 Höhenmetern im Trekkingpark Sauerland. Abgesehen von der Kälte ist die Landschaft angenehm beruhigend. Die Welt unter uns liegt im Dunst des frühen Morgennebel.

Zum Aufwärmen bauen wir schnell unser Zelt ab, kochen Kaffee, ich verspeise mein stärkendes Porridge, und wir machen uns zeitig auf den Weg zum nächsten Trekkingplatz-Büller-Höhe bei Usseln. Zum Glück haben wir beide unsere warmen Jacken mit dabei und tragen Sie noch bis zur nächsten Ortschaft Needar unter unserer Regenkleidung. Judith probiert zum ersten Mal ihren neuen Poncho aus und ist super begeistert. Ich trage wie immer meine rote Regenjacke und Regenhose.

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Uplandsteig Tag 1 – Dommel bis Trekkingplatz-Bockelau bei Eimelrod

Blick über Wiesen und runde Hügel

Endlich wieder unterwegs in der Natur

[Wanderung 12,1 km, leicht] [220 Höhenmeter] [21.05.2021]

Außergewöhnlicher Weise scheint heute Mittag die Sonne, nachdem sie in den vergangenen Wochen kaum zu sehen war. Nur eine leichte Brise weht über den Parkplatz am Dommel den ich als Ausgangspunkt für unsere Wanderung auf dem Uplandsteig und für die erste Etappe bis zum Trekkingplatz-Bockelau bei Eimelrod ausgewählt habe. Meine Freundin Ju trifft wenige Minuten später ein, sie wird mich in den folgenden vier Tagen begleiten. Danach geht es für mich und meinen braven Wanderhund Mozart auf dem Diemelsteig alleine weiter. Der Startpunkt ist strategisch gewählt, da sich hier Upland,- und Diemelsteig treffen.

Vorbereitung am Wanderparkplatz Dommelturm

Beide Wanderrouten hatte ich schon früher ins Auge gefasst aber immer Probleme örtlich nahe Übernachtungen auf Campingplätzen zu finden. Im Geomagazin habe ich ganz zufällig über die neuen Trekkingplätze im Uplandsetig

Trekkingpark Sauerland gelesen, und direkt bei der Touristen Information in Willingen nachgefragt. Als Bloggerin darf ich die Tour laufen, bevor die Plätze eröffnet werden. Genau sieben Tage mit sechs Übernachtungen stehen mir zur Verfügung, bevor Fotoblogger aus München ankommen und die Örtlichkeiten belegen werden.

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Soonwaldsteig von der Lauschhütte bis Bingen – Tag 5

Wanderin mit Hund, dahinter der Rhein

Die letzten Kilometer

[Wanderung 16,6 km, mittel] [200 Höhenmeter] [13.10.2020]

Um 6 Uhr am Morgen klingelt mein Handy. Wie gestern möchte ich früh los, um noch einmal den Zauber im Wald zu erleben. Hunger stellt sich ein, daher gibt es heute ein ordentliches Porridge zum Frühstück. Das Essen von gestern war zwar lecker, aber nicht so langanhaltend sättigend wie meine Trockennahrung. Es liegen nur noch 17 km bis Bingen vor uns, und vielleicht erwische ich gegen Mittag einen Zug nach Hause.

Stetig bergab

Der Himmel ist blau, die Sonne noch hinter dem Berg, als wir um 7 Uhr wieder auf dem Steig sind, oder besser gesagt wieder auf dem Schotter. Wir sind allein und begegnen nur einem frühen Wanderer, sonst ist alles still, selbst am Forsthaus Lauschhütte, wo wir den Schlüssel in den Briefkasten geworfen haben. Nach einem kurzen Anstieg geht es bergab und wir machen Tempo. Es ist nicht so dolle hier auf den breiten Wegen. „Soonwaldsteig von der Lauschhütte bis Bingen – Tag 5“ weiterlesen

Soonwaldsteig vom Ellerspring zur Lauschhütte – Tag 4

Blick vom Ohligsberg weit über das Rheintal

Im Morgennebel, unter Sonne und Windrädern zur Lauschhütte

[Wanderung 24,9 km, schwer] [580 Höhenmeter] [12.10.2020]

Um 6 Uhr in der Frühe wache ich nach einer ruhigen Nacht auf, bin aber noch nicht richtig lebendig als Sascha an mein Zelt kommt, um mich zu wecken. Er ist ein Frühaufsteher, und wir hatten die Weckaktion am Abend zuvor geplant, denn es soll heute sehr heiß werden. Aus diesem Grund möchte ich so früh wie möglich zur Lauschhütte aufbrechen, unserem heutigen Ziel.

Schnell ein Besuch auf dem Bio-Plumpsklo, dann das Zelt abbauen, währenddessen Wasser für einen Kaffee kochen und ein Knäckebrot am Lagerfeuer kauen. Die verbliebenen Zelte stehen still im Morgennebel.  Mozart war super, hat keinen Laut von sich gegeben, so haben wir niemanden aufgeweckt, hoffentlich!

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Soonwaldsteig von Simmerbachtal zum Ellerspring – Tag 3

Soonwaldsteig zum Steinbruch Henau

Hinauf, hinauf und bis zum Trekkingcamp auf dem Soonwaldsteig

[Wanderung 16,2 km, schwer] [570 Höhenmeter] [11.10.2020]

Meine Wirtin Veronika fährt uns um 8:30 zum Startpunkt. Wir haben bis zum Camp am Ellerspring nur ca. 16 km zurückzulegen, daher bleibt unterwegs sogar Zeit zum Vertrödeln.  Leider ist das Wetter immer noch grau, die Luft bereits schwül und feucht. Keine guten Voraussetzungen für die ordentliche Steigung, die direkt am Anfang auf uns wartet. Wir schaffen das, es fragt sich nur wie lange wir dafür brauchen. Sowas habe ich bisher mit schwerem Rucksack noch nie gemacht, und die 6 Liter Wasser, von denen 1 Liter mein Mozart trägt, sind auch nicht ohne.

Als wir am Simmerbacht ankommen, liegt mein Wanderstock noch immer an der Stelle, wo ich ihn gestern vergessen habe. Wir verabschieden uns und ab geht es für uns zwei zur Brücke über den Simmerbach im Kellenbachtal, denn so nennen die Einheimischen dieses Tal.

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