Glückssucher am Ufer der Amel

Nicht Gold, doch Glück wollen wir finden am Ufer der Amel

[Rundweg 9 km, leicht]

Gestern hat es um 17 Uhr angefangen zu regnen, und das ging die ganze Nacht über und es gießt noch immer. Dank meinem Tarp hatte ich wie geplant einen angenehmen Abend vor dem Zelt mit Blick auf die Weser und auf mein Buch.  Die Hundis liegen noch im Zelt und ich überlege wo wir wandern könnten. Das schlechte Wetter kommt von Norden, also sollte es auf der südlichen Seite des Venn vielleicht trockener sein.

Dann ab nach Montenau und an die Amel

Dort war ich im letzten Jahr schon mit Blixa, aber wir konnten nur einen kleinen Abstecher vom Kloster an das Flussufer machen, es ging ihm nicht so gut. Der Gebäudekomplex ist eigentlich eine Begegnungsstätte, aber war wohl einmal ein Kloster. Bei unserer Ankunft hatte sich der Regen verzogen, nur ein grauer Himmel war geblieben. Wieder zu düster für Fotos.
Deshalb in Memory an Blixa ein Foto von ihm an diesem Ort im letzten Jahr.
Schlafe gut mein lieber Freund.

Durch den Wolfsbusch

Ich parke am Kloster und los geht es erst einmal in den Wald, dem sogenannten Wolfsbusch. Die Erwartung war auf Grund des Namens hoch, aber die Enttäuschung um so Größer. Ein langer, gerader, langweiliger Forstweg. Und Fibi nervte, warf sich andauernd auf den Boden und wollte nicht so recht gehen. Was war das? Nach einigen „ich werfe mich auf den Rücken Aktionen“ hab ich mal genauer hingeschaut. Das Halti war nicht richtig angelegt und hinderte sie beim laufen. Ich Volltrottel! Nach der Korrektur ging alles besser.

Runter zur Amel

Nach gefühlsmäßig einer Ewigkeit konnten wir endlich den breiten Weg verlassen und es ging durch den Tannenwald auf einem weichen Pfad hinunter zur Strasse und zur Amel. Jetzt hatten auch die Hunde mehr Spaß und Mozart hörte auf nach vorn zu ziehen und mein Schritttempo ungewollt zu erhöhen. Rasen muss ja nicht sein!

An der Amel

Brach kurz die Wolkendecke auf, Zeit für eine Verschnaufpause für meinen Junghund. Und Wasser! Ich fand einen Bereich am Ufer, der wie eine Miniatur Bucht geformt war, außergewöhnlich! Mozart dachte aber null an Ausruhen und war nur mit der Nase am Schnüffeln und alle paar Minuten legte er sich wie gewohnt ins Wasser zum Trinken.

Hinauf nach Tirimont

Also Aufbruch. Wir begegnen noch einigen Anglern und nach einer Brücke beginnt der Weg hoch nach Tirimont, einer kleinen Siedlung, man nennt es auch Weiler. Es beginnt leicht zu regnen, wieder schlecht für ein paar Panorama Fotos, Schade. Denn der Blick hinunter auf das Ameltal ist sicher bei guter Sicht einzigartig. Wir durchqueren die vereinzelt anzutreffenden Häuschen und es geht wieder bergab. Da sehen meine Hundis ein paar Böcke und wollen einfach nicht weiter gehen, Voll Fasziniert die Zwei.

Goldwaschen an der Amel

Wir folgen der Amel auf teilweise sumpfigem Untergrund, kommen an einigen Häusern vorbei, die wir umrunden, und nach der Brücke, die uns wieder auf die andere Seite der Amel führt entdecken wir Spuren der früheren Goldwäscher. Wir gehen auf einem schmalen Pfad. Teils über Wurzeln, teils durch die hohe Ufervegetation entlang der Amel. Oft sehen wir die Amel nicht, aber das Rauschen klingt herüber. Es ist einfach unbeschreiblich, wäre nicht die Strasse so nah und die Geräusche ab und zu vorbeifahrender Autos zu hören.

Die pink leuchtenden Blumen habe es meinem Handy angetan.

Eine glückliche Ewigkeit dauert dieser Uferpfad, doch wir nähern uns dem Kloster und dem Uferwäldchen. Schade, der Weg schickt uns auf die Strasse. Letztes Jahr konnte man noch durch das Wäldchen gehen, genau das hatte ich mit Blixa gemacht. Dann soll es nicht sein, eine Wiederholung dieses Abschnittes. Wer weis warum!

Good bye Amel

Nicht ohne die jetzt herauskommende Sonne noch für ein paar Minuten auf der Wiese des Klosters zu genießen.

Ein kurzer Abstecher nach Montenau

In die Montenauer Schinkenräucherei, dort gibt es Original Ardenner Schinken. Klar, man kann einkaufen, aber auch die Produktionsschritte begutachten. Die Leute sind sehr nett, ich war schon letztes Jahr hier und habe Schinken als Mitbringsel gekauft. Dieses Jahr kaufe ich 2 Mettwürstchen für meine Hundis, das haben die sich verdient.

Fazit

Wandern mit zwei Hunden, die noch nicht gelernt haben koordiniert und folgsam zu gehen ist Stress. Mir entgehen oft Dinge am Wegesrand, weil ich zu konzentriert auf die Hunde achte. Meist legt sich das im Laufe des Weges, aber ich sehne mich nach mehr Ruhe in meinem Wander Umfeld. Und man kommt höllisch ins Schwitzen beim vielen Korrigieren der Hunde!

 

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