Im Lützelsoon von Hahnenbach zum Simmerbachtal – Soonwaldsteig Tag 2

Weg über bemooste Quarz Blockschutthalde im Lützelsoon

Am Hahnebach und im Lützelsoon

[Wanderung ca. 25 km, schwer] [ca. 680 Höhenmeter] [10.10.2020]

Früh am Morgen mache ich mit Mozart erst einmal einen kleinen Spaziergang zum Hahnenbach, bevor es zum Frühstück eine Portion Porridge und einen Kaffee gibt. Vor 9 Uhr stehen wir aber schon wieder auf der Straße und gehen das kurze Stück zurück auf den Steig, in den Lützelsoon. In der Nacht hat es derbe geregnet, und die Luftfeuchtigkeit ist entsprechend hoch, dazu hängen die Wolken tief am Himmel.

Schnell sind meine Hosenbeine nass von dem feuchten Bewuchs entlang des schmalen Pfades, der sich am Hang entlang windet. Es geht auf und ab, und ein kurzes Stück sogar alpin hinauf, bis zu einer Bank mit Aussicht auf das Tal unter uns. Auf der Karte heißt der Ort Talblick. Danach führt uns der Pfad hinunter zum Steinbach, dessen Verlauf wir folgen, bis wir wieder die Hauptstraße und den Hahnenbach erreichen. Wir queren die Hunsrück Schiefer- und Burgenstraße und marschieren zuerst über Wiesen, später dann wieder durch Wälder am Hahnenbach Tal entlang. Auch hier ist alles nur Mischwald und überall blühen Holunder und Sommerblumen am Wegesrand. Es führt uns immer wieder hinauf und hinunter, was in der kühlen, aber kalten Luft echt schweißtreibend ist. Jacke aus!

„Im Lützelsoon von Hahnenbach zum Simmerbachtal – Soonwaldsteig Tag 2“ weiterlesen

Von Kirn nach Hahnenbach – Soonwaldsteig Tag 1

Blick von Schloss Wartenstein auf Kirn, Ruine Steinkrallenfels und die Kryburg

Anreise nach Kirn und der Weg zur Unterkunft

[Wanderung ca. 7,6 km, leicht] [ca. 270 Höhenmeter] [09.10.2020]

Eine Abfahrt mit HIndernissen

Nach einer langen Zugfahrt mit typischer ICC Verspätung und einem verpassten Anschlusszug in Mainz, kamen wir um kurz vor 16 Uhr in Kirn an. Dabei hätte ich fast den Zug am Start in Fröndenberg verpasst, denn auf der Autofahrt zum Bahnhof merke ich plötzlich, dass ich meine leichten Turnschuhe noch anhabe. Verflixt, ich muß zurück nach Hause! Das schaffe ich niemals, sagt mir ein Blick auf die Uhr, es ist 9:32 und um 9:52 fährt der Zug ab.

Soll es das gewesen sein? Ohne große Hoffnung wird gewendet, die Ampeln sind gnädig, um 9:40 bin ich wieder zu Hause und es beginnt erneut die Fahrt zum ca. 6 km enfernten Bahnhof. Wieder haben die Ampeln ein Einsehen mit mir und vor mir fährt auch kein PKW nach Vorschrift. Um 9:51 bin ich am Bahnhof, und es gibt sogar ausreichend Parkplätze. Das Gleis liegt direkt am Parkplatz und so schaffe ich es tatsächlich genau mit dem Zug am Bahngleis anzukommen. Das war Präzisionsarbeit! „Von Kirn nach Hahnenbach – Soonwaldsteig Tag 1“ weiterlesen

Auf dem Rob Roy Way im Nebel bis Kenmore – Tag 9

Single Road nach Kenmore im Morgennebel

Im mystischen Morgennebel bis Kenmore

[Wanderung ca. 17 km, mittel] [ca. 120 Höhenmeter] [21.10.2019]

Es war verdammt kalt heute Nacht, auch heute Morgen ist es noch eisig, sogar das Zelt hat außen Frost angesetzt. Die Ruhe und Stille auf den vom Tau und Kälte weißen Wiesen wird nur vom tosenden Wasser des Newton Burn gestört. Schnell einen heißen Tee kochen und sich bewegen, also Zelt abbauen und zusammenpacken. Heute geht es bis Kenmore.

Noch während ich vor dem Aufbruch meinen Tee schlürfe und unseren Müll und sonstige Hinterlassenschaften wegräume, füllt sich die Straße mit Autos. Kinder steigen aus, begrüßen sich und stehen mit ihren warmen Jacken und Wollmützen in Gruppen beisammen. Das scheint der Versammlungsort für die Schulkinder zu sein, die auf den Bus warten, der auch bald eintrifft. Nachdem alle Kinder verladen wurden, entfernen sich eins nach dem anderen auch die Mütter oder Väter mit ihren Fahrzeugen und es ist wieder Stille.

„Auf dem Rob Roy Way im Nebel bis Kenmore – Tag 9“ weiterlesen

Auf dem Rob Roy Way im Himmel über Loch Tay – Tag 8

Lochan Breaclaich und Staumauer und Beinn Heasgamich

Hinauf zum Lochan Breachaich und wieder hinab zum Loch Tay

[Wanderung ca. 16 km, mittel] [ca. 560 Höhenmeter] [20.10.2019]

Nach einer herrlichen Nacht im einem der besten Betten ever, geht es nonstop hinaus, damit Mozart sein Bein ein paarmal heben kann. Daran schließt sich ein Aufenthalt auf der Terasse an, wo ich bei einer Tasse Kaffee den Rest des Sonnenaufgangs über Loch Tay in mich einsauge. Noch ist die Sonne hinter den Hügeln am gegenüberliegenden Ufer versteckt, beleuchtet aber die üblichen Wolkenformationen mit einem orangenen Schimmer. Es ist ziemlich kalt, die Luft glasklar.

„Auf dem Rob Roy Way im Himmel über Loch Tay – Tag 8“ weiterlesen

Auf dem Rob Roy Way durch Glen Ogle nach Killin – Tag 7

Loch Earn hinter Herbstbäumen

Den Glen Ogle hinauf und nach Killin hinunter

[Wanderung ca. 25 km, mittel] [ca. 380 Höhenmeter] [19.10.2019]

Der Morgen auf dem Balquhidder Braes Holiday Park begann wie der Abend aufgehört hat, regnerisch. Nochmal unter der Apsis Wasser für das Frühstück kochen, darauf habe ich gerade keine Lust, ich möchte schnell losgehen, denn heute wartet auf uns Glen Ogle, ein langgezogenes Tal, und ich verspreche mir fabelhafte Aussichten auf Loch Earn.

Noch während ich im Zelt alle Dinge sortiere und in die entsprechenden Säckchen verpacke, hört das Tröpfeln auf dem Zelt urplötzlich auf. Also raus und schnell das Zelt abbauen, denn der Himmel ist grau und man weiß nie ob und wann es wieder anfängt.

Das Außenzelt kommt wieder pitschnass in den Sack von meinem Vango Zelt, und oh weh, der hat einen Riss bekommen. Nein, nicht das Zelt, sondern die Hülle.  Fast egal, denn der Sack kommt ganz oben unter das Deckelfach und macht nichts nass, was nicht nass werden darf. Danach geht es zum Waschraum für eine Katzenwäsche. Mozart wartet draußen und bewacht das Gepäck.

„Auf dem Rob Roy Way durch Glen Ogle nach Killin – Tag 7“ weiterlesen

Auf dem Rob Roy Way am Loch Lubnaig entlang – Tag 6

Loch Lubnaig im Morgennebel

Ein Tag am Loch Lubnaig

[Wanderung ca. 26 km, mittel] [ca. 240 Höhenmeter] [18.10.2019]

In der Nacht hat es wieder geregnet, so wie die 3 Nächte zuvor. Es ist noch dunkel, der Mond steht hell am Himmel. Die Vorfreude auf die nächste Etappe am Loch Lubnaig ist groß, fast eine ganze Etappe am See entlang scheint etwas Besonderes zu versprechen.

Morgentoilette und noch eine halbe Stunde im Zelt mit Mozart zusammen liegen und kuscheln, dann wird Tee gekocht und ein halber Scone gegessen. Dazu gibt es eine Tüte Porridge mit Milch.

Das Außenzelt ist kalt und nass, es wird in seinen Sack gestopft, das Innenzelt ist soweit trocken und kommt auch in seinen extra Pack Sack. Mal schauen wie das Wetter wird, noch sieht es nach Regen aus.

Gerade als wir losmarschieren, erwischt uns urplötzlich ein kurzer Schauer. Glück, denn Regenzeugs und Regenschutz für den Rucksack waren angelegt.

„Auf dem Rob Roy Way am Loch Lubnaig entlang – Tag 6“ weiterlesen

Auf dem Rob Roy Way nach Callander über die Menteith Hills – Tag 5

Lochan Allt a Chip Duibh nah in den Meteith Hills

Durch die Menteith Hills zum Loch Venachar

[Wanderung ca, 20 km, mittel] [320 Höhenmeter] [17.10.2019]

Heute morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück am River Teith zurück auf den Rob Roy Way. Die Vorfreude ist groß, denn es geht über die Menteith Hills hinüber an den ersten See auf dieser Tour mit dem Namen Loch Venachar.

Aufstieg über dem Morgennebel

Am Medical Center überqueren wir die Straße und treffen direkt auf ein menschenleeres Areal mit Hütten, das aussieht wie ein Ferienlager, das Dounans Outdoor Center. Wieder sind wir auf einer „forest road“, man bemerke den Unterschied zwischen Forstweg, wie er im Sauerland gebräuchlich ist, und dem Begriff Forststraße für diesen stetig ansteigenden Abschnitt.

„Auf dem Rob Roy Way nach Callander über die Menteith Hills – Tag 5“ weiterlesen

Auf dem Rob Roy Way von Drymen nach Aberfoyle – Tag 4

Rob Roy Way Trossards

Willkommen in den Trossards

[Wanderung 20,4 km, mittel] [270 Höhenmeter] [16.10.2019]

Die Nacht über regnete es leicht, der Morgen unseres ersten Tages auf dem Rob Roy Way begann nebelverhangen mit blitzenden Wassertröpfchen in der Luft und auf der Natur.

Aufstehen, es geht auf den Rob Roy Way

Der kurze Pinkelgang mit Mozart begann mit feinem Nieselregen, aber dann kam der Schauer zusammen mit einem ganz in schwarz gekleideten jungen Engländer am Campingplatz an. Wir treffen an der großen, offenen, alten Scheune mit Küche und Holztischen und Bänken zusammen. „Kann man hier duschen? Ohne hier zu campen und ohne zu bezahlen?“ Ich verweise auf den Kasten, in dem man ehrlich den Besitzer für die Benutzung der Scheune, inklusive Duschen, Toiletten, Strom und Wäscheleinen zum Trocknen bezahlen kann.

„Auf dem Rob Roy Way von Drymen nach Aberfoyle – Tag 4“ weiterlesen

Auf dem West Highland Way nach Drymen zum Start des Rob Roy Way – Tag 3

Strathblane Hills und Wolken

Highlands wir kommen

[Wanderung 18,7 km, mittel] [ca. 160 Höhenmeter] [15.10.2019]

Heute beginnt endlich unsere Wanderung, und die startet mit der ersten Etappe des West Highland Way von Milngavie nach Drymen. In Drymen beginnt dann der Rob Roy Way.

Aufstehen, es geht auf den West Highland Way

Der Morgen begann um 6 Uhr. Herrlich ohne Wecker aufzustehen und einen langen Tag vor sich zu haben. Ich bin dezent aufgeregt. Milch aufwärmen, den ich zusammen mit einer Banane und einem Apfel gestern im nahen Tesco gekauft habe, und Instant Espresso Pulver hineinschütten, perfekt! Appetit habe ich kaum, das Tütenporridge verwahre ich mir für morgen, schneide 3 Scheiben von meinem Graubrot ab und bestreiche sie mit den Butterportionen, die ich auf der Fähre eingesteckt habe. Die Banane schaffe ich so gerade herunter. Packen, Küche aufräumen, aufsatteln und los geht es. Zuerst zum Post Office, um Geld zu tauschen. Der Standort meiner Unterkunft ist echt klasse, das Post Office und Tesco sind direkt um die Ecke. Das Beste ist aber, wir sind nur wenige Meter von der Haltestelle Charing Cross entfernt, von wo aus ein direkter Zug nach Milngavie abfährt.

„Auf dem West Highland Way nach Drymen zum Start des Rob Roy Way – Tag 3“ weiterlesen

Rob Roy Way – Newcastle Upon Tyne – Anreise Tag 2

Herbstbäume am Uferweg des Tyne, einer blauen Brücke im Vordergrund und 3 weitere Brücken im Hintergrund

Ein wundervoller Tag in Newcastle Upon Tyne

Mit dem zweiten Anreisetag begann die richtige Erholung für mich und Mozart mit einem herbstlichen Spaziergang in Newcastle Upon Tyne. Doch der sonnige Tag begann viel früher, noch auf der Fähre.

Früh am Morgen um 6 war Schluss mit Nachtruhe, und wir sind direkt zum noch leeren Hundedeck gegangen. Sofort hebt er sein Bein an der mit Plastikefeu dekorierten Begrenzung und pinkelt den angestauten Überlauf aus. Prima! Zurück in der Kabine, Zähne putzen und waschen und ab zum Frühstücksbuffet. Englisches Frühstück mit Rührei und Speck und gebackenen Tomaten. Müsli oder Brötchen kann ich auch zu Hause essen, unterwegs kommt immer das auf dem Teller was es daheim nicht gibt. Der Kaffee war saustark und gut. Durch das Fenster schimmert es leicht rötlich, der Sonnenaufgang! Also nix wie rauf auf das Deck.

„Rob Roy Way – Newcastle Upon Tyne – Anreise Tag 2“ weiterlesen