Meine erste Pflegehündin Fibi

Meine kleine, wilde Rumänische Pflegehündin Fibi

Nachdem ich im Mai meinen Mozart über die Organisation Ein Herz für Streuner bekommen habe, ließen mich die Bilder von all den wundervollen Hunden, die in Rumänien auf eine Ausreise warten nicht los. Ich denke mal das geht jedem so. Nicht ohne Grund haben viele Menschen mehr als einen Hund dauerhaft aufgenommen, oder bieten Pflegestellen an.

Die Streuner AG wußte also von meiner Bereitschaft für eine „kleine“ Pflegehündin, und am 31.07.2017 kam ein Anruf in meiner Mittagspause, ob ich direkt am selben Tag einen Notfall, eine kleine unkomplizierte Hündin, aufnehmen könnte. Sie musste dringend aus der Familie in die sie vermittelt worden war raus, es gab Probleme mit Katzen und Menschen.

Mein Zelt stand noch in Belgien

Ich war nur für den einen Tag nach Hause gekommen, eigentlich sollte es direkt am Abend zurück nach Eupen gehen, aber was soll’s, kann man da nein sagen?

Klein, laut, hab mich lieb und ne dicke Backe

So kam Fibi bei mir an. Das hab mich lieb und auf den Rücken werfen habe ich ihr nicht ganz abgewöhnen können, aber die Chefin, das habe ich direkt bei ihrer Ankunft geklärt. Es hat noch ein paar Tage und einigen Widerstand gedauert, aber Bellen am Zaun, anbellen von Fremden, also meinen Job übernehmen, das konnte ich ihr Stück für Stück abgewöhnen.

Zu mir und dann direkt ins Zelt

Das war wohl etwas zu viel des Neuen für die Minimaus, alle paar Meter hat sie sich auf den Rücken gelegt. Das war gar nicht so einfach, denn man merkte nicht sofort, dass ein Gewicht an der Leine hing. Zwei bis drei Zentimeter habe ich sie manchmal aus Versehen hinter mir her geschleift.  Komischerweise hat sie das nur auf unseren Gassi Gängen gemacht,  die kurzen Wanderungen hat sie schnell geliebt.

Durchfall, Blasenentzündung und dicke Analdrüsen

Somit war klar, dass Fibi erst einmal ein wenig Ruhe braucht, und nicht sofort eine neue Familie. Auch ihr Verhalten war von Unsicherheit geprägt.  Somit blieb unsere liebe Maus fast 3 Monate bei uns. Sie war der Liebling aller Mädchen, spielte am Liebsten mit Menschen, Mozart war ihr meist zu wild und zu verspielt.

Heute lebt sie glücklich bei einer ganz lieben Frau

Ende Oktober habe ich Fibi schweren Herzens in Aachen abgegeben, wir sind danach für 2-3Tage nach Eupen gefahren, ablenken und zur Abwechslung mal wieder nur für Mozart da sein. Aber Fibi lebt jetzt bei einer ganz lieben Frau, die viel Zeit für sie hat, wo sie die Prinzessin sein kann, und nicht die zweite Geige. Immer wieder bekommen wir Fotos von Fibi und Berichte über sie. Wir werden sie im nächsten Jahr besuchen, wenn wir wieder nach Belgien fahren.

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