Mullerthal Trail – Tag 2 – Über die Hochebene zurück nach Echternach

Auf der Route 1 zurück nach Echternach

[Wanderung ca. 20 km, mittel] [ca. 400 Höhenmeter] [02.09.2019]

Heute geht es mit dem Bus von Echternach zurück nach Moersdorf auf die zweite Etappe der Runde 1 auf dem Mullerthal Trail. Sie steigt bei Moersdorf hinauf bis auf die Hochebene und endet nach dem Abstieg am Echternacher See und einem Spaziergang durch den Vorort am Marktplatz von Echternach.

Der Bus nach Moersdorf und die falsche Haltestelle

Heute habe ich mir einen Platz in der Eisdiele in Echternach Center ergattert und blicke zurück auf diesen warmen, sonnigen Wandertag.

Obwohl ich früh aus meinem Quilt herausgekommen bin, hat es mal wieder mehr als 1 Stunde gedauert, bis wir mit Morgentoilette, Kaffee kochen und trinken fertig waren. Für ein Frühstück reichte die Zeit nicht aus, denn ich wollte unbedingt den Bus um 9 Uhr nehmen, und der Weg zum Busbahnhof dauert im schnellen Gang ca. 15 Minuten.  Wir erreichen den Bus, aber ich verpasse es rechtzeitig auf den Halteknopf zu drücken, um an der richtigen Haltestelle in Moersdorf auszusteigen. Also Dorf Ende! Nicht schlimm, ich schaue auf Komoot nach wie wir am besten wieder auf den Trail zurückkommen. Wir müssennicht lange an der Landstraße zurück gehen , denn es geht bald ein steiler Weg am Friedhof hoch. Danach noch ein Stück über die Landstraße und wieder hinauf in den Wald an den Ort, an dem wir gestern den Trail verlassen haben.

Hinauf auf die Hochebene

Obwohl wir schon ganz schön oberhalb von Moersdorf angekommen sind, geht es noch einmal einige Höhenmeter weiter hinauf bis wir auf die Hochebene gelangen und sich ein weiter, noch leicht dunstigen Blick zurück über das Sauertal ergibt.

Gemäßigt geht es weiter bergan zwischen Äckern mit breiten Rändern voll mit Wiesenblumen. Es ist kühl hier oben, aber die Ausblicke werden mit jedem Meter phantastischer.

Zwei Wanderer kommen uns entgegen und wir marschieren weiter, bis ich eine Bank mit Tisch erspähe, der richtige Ort für das verspätete Frühstück. Brot, Käse und Tomaten. Mozart bekommt eine Handvoll Leckerlis und einen Napf mit Wasser. Rundherum ist der Blick frei in alle Richtungen, kleine Wölkchen schweben am Himmel und eine angenehme Sonne wärmt mich. Mozart haut sich lieber in den Schatten.

Über Mompach nach Herborn

Nach unserer Frühstückspause gehe ich den Weg weiter, nur um nach ein paar hundert Metern zu realisieren, dass wir an der Bank auf die Straße zurückgemusst hätten. Blöd, denn dieser falsche Weg ist bedeckt mit hellen, dicken Schottersteinen und das mag ich für Mozarts Pfoten überhaupt nicht. Naja, es sind nur ein paar Meter und wir sind zurück auf der Straße in Richtung Mompach. Kein besonderes Dorf, irgendwie etwas langweilig, also durch und weiter. Es folgt eine Mischung aus freien Flächen und Waldwegen, die auch nicht so Dolle sind.  Viel Schotter und Steine. Gerade und breit.

Dann taucht Herborn auf, idyllisch liegt es vor uns. Sehr auffällig sind die vielen in gelben und orangenen Tönen gestrichenen Häuser. Fast mediterran, so wie die Temperaturen. Also besetzte ich den Platz an der Kirche und zippe meine Hosenbeine ab. Es sieht nicht so aus, als würden wir heute noch durch eng am Weg stehende Vegetation gehen müssen.

Und dann, beginnt die Sirene an zu heulen. Was für eine Lautstärke, sie kommt direkt von der Kirche. Mozart ist voll auf Panik und ich sehe zu so schnell wie möglich hier wegzukommen. Nach gefühlten 2-3 Minuten hört der Lärm auf, es ist ungefähr 12 Uhr.  Und jetzt höre ich auch aus der Ferne eine weitere Sirene, sicher aus einem anderen Dorf. Es ist Montag! Lassen die hier jeden Tag mittags die Sirenen erschallen?

In das Naturwaldreservat – eine Rennstrecke

Noch ungefähr einen Kilometer und es soll in ein Naturwaldreservat „Hierbärbesch“, einem Buchenwald und an einem Bachlauf entlang gehen. Ein weites Waldgebiet bis Echternach liegt vor uns. Schatten!

Der Wald ist herrlich, jedoch die Wege ziemlich schnurgerade und breit. Manchmal sandig. Das veranlasst mich Tempo aufzunehmen. Irgendwie fange ich auf solchen Strecken immer an zu rasen, manchmal Stücke zu laufen, wie in einer Meditation rausche ich hinein und werde erst wieder wach, wenn der Weg enger und kurviger wird.

Blick aus dem Wald auf Echternach und den See

Wir bleiben erst wieder stehen, als der Wald den Blick auf Echternach und den See freigibt. Das ist mal ein Panorama auf das Tagesziel! Siehe Titelbild.

Das letzte Stück geht es steil bergab und wird eine Kombination aus Kommandos wie: Stopp, bleib, komm. Dazu hören wir Lachen und Kinderstimmen vom See zu uns hinauf hallen.

Am See angelangt schmeißt sich Mozart erst einmal in das Wasser zur Abkühlung. Wir genießen eine Zeitlang den kühlen Schatten am See und machen uns dann auf in das Zentrum von Echternach, wo der Trail heute endet.

Eine Allee vom See bis in die Stadt

Wir könnten noch eine römische Villa besichtigen, aber das hebe ich mir auf für meinen nächsten Besuch hier, denn zurück kommen werde ich auf jeden Fall.

Als Entschädigung, für die nicht besuchte Villa steht an der Allee ein Haus, das nach römischem Vorbild gebaut zu sein scheint.

Die lange Allee, auf der wir stadteinwärts gehen wird von einem Bach begleitet, über den auf einer Straßenseite Brücken zu jedem Haus führen.

Der Rest des Tages

Heute Abend fahre ich wieder nach Trier zu einem Abendessen mit Familie. Doch bis dahin ist noch genügend Zeit, wir sind früh angekommen, der Nachmittag hat erst angefangen. Und wie bereits erwähnt habe ich einen Platz in der Eisdiele ergattert, in der ich jetzt bei einem Espresso mit Vanilleeis sitze und diesen Tagesbericht beende.

 

 

 

 

 

 

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