Im Hönnetal zwischen Volkringhausen und Feldhofhöhle

Ein abenteuerlicher, für Kinder geeigneter Rundwanderweg im Hönnetal

[Rundweg ca. 6 km, leicht, für Kinder sehr gut geeignet]

Wenn wir unter der Woche Lust auf eine kleine Wanderung haben, dann gehts in das wenige Kilometer entfernte  Hönnetal. Diese kleine Wanderung mache ich auch gerne mit ungeübten Besuchern aus der Großstadt, oder mit meinem Enkelkind (in Variationen). Manchmal sogar auf der Heimfahrt nach einem Kundenbesuch. Je nach Lust und Zeit fahr ich mit dem Auto die paar Kilometer, oder noch Schöner, mit der Bahn von Menden aus.

Eine alternative Strecke mit ganz kleinen Kindern ist auch die Variante mit dem Zug bis Volkringhausen, zu Fuß immer schön an der Hönne entlang bis Binolen und von dort mit dem Zug wieder nach Menden zurück. In Binolen könnte man sogar einen Besuch in der Reckenhöhle einbeziehen.

Heute geht es in Binolen los.

Vor Haus Recke geht eine kleine Einfahrt ab, durch einen winzigen Eisenbahntunnel, an einem Gehöft vorbei, über eine Brücke und gleich dahinter parken wir. Früher hab ich mein Auto am Bahnhof Binolen abgestellt, aber seit einem richtig fiesen Beißunfall auf diesem Weg mit meinem Kumpel Blixa, gehe ich nie weder mit Hund zu Fuß diese paar Meter, zu schlimm ist die Erinnerung.

Wenige Meter nach der Schranke geht ein kleiner Pfad hinunter zur Hönne, dieses erspart einen unschönen Waldweg und ist einer meiner Lieblingsplätze (besonders unter der Woche)!

Danach geht es weiter an der Hönne entlang Auf der Hangseite werden die Felsbrocken und Felsformationen immer gewaltiger. Bis vor einigen Jahren wurde hier noch viel geklettert, das ist aber klugerweise Verboten worden, nachdem sich einige Kletterer nicht nur verletzt, sondern auch zu Tode gestürzt haben. Immer wieder sieht man kleine Höhlen im Gestein.
Mischwald folgt Birkenwald und vereinzelten Tannenabschnitten, neben uns glucks die Hönne vor sich hin.

Die Hönnetal Bahn

Schnell erreicht man den Eisenbahn Tunnel. Das erinnert mich an ein Lied aus meiner Kindheit: „…wenn er reinfährt wird’s dunkel, wenn er rausfährt wird’s hell…“ Der Rest ist mir entfallen.

Romantische Eisenbahnfahrten werden of von der Hönnetaler Eisenbahnfreunden veranstaltet. Zu solchen Events fahren alte Dampflokomotiven oder Schienenbusse auf dieser Strecke, nicht nur für Nostalgiker,  besonders für Kinder ein Erlebnis.

Die steinernen Jungfrauen

Das nächste Highlight folgt auf dem Fuß, wir treffen auf die Sauerländer Waldroute und die Geschichte von den Jungfrauen, die von einem Liebestrank nicht genug bekommen konnten und wuchsen und wuchsen, bis sie riesengroß waren und zu Stein wurden. Und alles nur, weil sie dem Junker der Burg Klusenstein schöne Augen machen und ihn erobern wollten. Pech gehabt!

Ein paar Schritte bis zur Feldsteinhöhle und Blick auf die Burg Klusenstein

Hoch oben thront die Burg Klusenstein am Eingang zum Hönnetal. Auf dem kurzen Anstieg zur Höhle hat man einen sehr guten Blick auf das restaurierte Gemäuer.

Diese Höhle niemals am 01.Mai besuchen! Bollerwagen, Bier und Gettoblaster Alarm! Eine Taschenlampe sollte im Rucksack sein, oder es tut’s auch das Handy. Im inneren der Höhle ist es kalt, feucht und rutschig. Für Kinder ein spitzen Spielplatz, aber auch ich komme jedes Mal wieder auf meinen Geschmack. Augen zu und fühlen. Was sind wir heute verwöhnt, unter welchen Bedingungen haben Menschen hier gelebt! Was früher Menschen als Schutz und Wohnraum gesehen haben, ist für uns heute kalt und abweisend.

Wir verlassen die kühle Stätte, der steinige Weg führt an Felsformationen entlang weiter nach oben.

Im Rückblick sehen wir noch einmal über das Hönnetal auf die andere Seite.

 

Auf dem Plateau über dem Hönnetal

„Oben“ angekommen folgen wir dem Weg Richtung Hemer nach Westen und erreichen schnell das liebliche Tal vor Baeingsen.

Der Anblick ist für mich immer wieder ein Event. Der erste Eindruck nach der so komplett anderen Optik unten im Tal, die Art wie sich der Blick von Schritt zu Schritt verändert, je näher man kommt.

Eine Runde Kasperletheater hoch über dem Hönnetal

Schon wieder eine Station für Kinder, das Kasperletheater am Wegesrand. Was kann man da noch mehr zu schreiben?

Links abbiegen, geradeaus nach Volkringhausen

Kurz hinter dem Kasperletheater verlassen wir die Waldroute und folgen dem Höhenweg nach Volkringhausen, immer geradeaus, aber auch mit Kurven und Wurzeln und Bächen, die den Weg kreuzen. Also nicht komplett langweilig.

An manchen Stellen hat man einen schönen Blick über die Bäume oder durch sie hindurch zur auf der anderen Seite liegenden Hochebene. Nur eine Sache stört hier die Stille, und das sind die Moorräder, die aus dem Tal hinauf dröhnen, besonders am Wochenende.

Der Weg hinunter nach Volkringhausen

Aufstieg und Abstieg klingt für Alpine Wanderer sicher lächerlich, doch sehen wir das in Sauerland Dimensionen.

Vor der Bahn Unterführung ist ein großer Wanderparkplatz mit Karten von der Waldroute. Man kann gut den Weg sehen, den wir bisher gegangen sind: A3.

Links an der Hönne entlang zurück nach Binolen

Nach der Unterführung folgen wir wieder der Hönne. Vorbei am Schützenhaus. Schützenfest werde ich mein Leben lang nicht verstehen, auch wenn mein Opa in einem Schützenverein war werde ich mit dem Humptata und Bierzelt Ambiente nicht grün. Egal, hinter dem Gebäude ist eine weitläufige Wiese mit Rastplatz, vor dem Gebäude ein Spielplatz, also für jede Generation etwas dabei.

Wieder auf der Waldroute, Wasser für die HUnde

Der schmale Pfad führt zwischen Bahngleisen und Hönne entlang und immer wieder öffnet sich der Blick auf grüne Wiesen.

Kurz vor Haus Recke (soll gut sein, aber als Veganer und mit Hund kein Ausflugsziel) gehen wir an einer Pferdeweide entlang und unterqueren ein letztes Mal die Bahngleise direkt an der Hönne. Ein Lieblingsmotiv:

Dahinter steht unser Auto. Der Weg ist leider schon zu Ende.

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